Websites: Lieber Neubau als Altbau!

Wer mag den Charme vom Wiener Altbau nicht? Stiegenhäuser mit Waschbecken und Stuck, hohe Decken und architektonisch interessante Fassadengestaltungen. Was es vermag, bei Miethäusern und -wohnungen noch einen gewissen Zauber zu versprühen, wirkt bei Websites nur verstaubt. Zugegeben: Websites lassen sich schneller renovieren als ein Mietshaus. Wann ein Neubau Sinn macht und warum SCHLAWEANA neuerdings eine neue Website hat, erklären wir hier.

Deine Visitenkarte: Ein Match?

Deine Website ist dein Aushängeschild. Das Erste, was potenzielle Kund:innen sehen, wenn sie dich googlen. Und die User von heute sind kritischer als früher. Zahllose Websites bieten die gleichen Angebote, überbieten sich mit durchdachter Seitenarchitektur und investieren viel Zeit in die User Experience (UX). Das bedeutet, wir urteilen besonders schnell. Wenn uns die Startseite einer Website nicht gefällt oder wir die gesuchte Information nicht gleich erblicken, klicken wir die Website einfach weg. Wie bei Tinder. Wenn du also oft weggeklickt wirst (Stichwort: Analytics und Bounce Rate) solltest du über einen Neubau nachdenken – wegen den Matches warats.

Hinterfragen, die Veränderung wagen

Nicht nur das Verhalten von User:innen ändert sich immer schneller, auch Unternehmen sind einem ständigen Wandel ausgesetzt. Neue Technologien, neue Umweltbedingungen (Hallo Pandemie) und neue Zielgruppen (Generation X/Y/Z) erlauben keinen Stillstand. Darum ist es notwendig, sich und die eigene Website kritisch zu hinterfragen: Tut die Website noch das, wofür sie gebaut wurde? Landen die Besucher:innen auf den Seiten, auf denen wir sie haben wollen? Bin ich am Stand der Technik was Barrierefreiheit und SEO angeht? Das sollte am besten nicht zufällig passieren, wenn jemand fragt: 

„Du Hansi, auf eurer Website hat sich auch schon lang nichts mehr getan oder?” 
„Stimmt, jetzt wo du es sagst. Naja, schaun wir uns nächstes Jahr mal an.”*

*Anmerkung der Redaktion: Hansi‘s Unternehmen (inklusive Website) gibt es mittlerweile nicht mehr.

Stattdessen sollte es in regelmäßigen Abständen eingeplante Audits geben, bei denen die bestehende Website einer kritischen Prüfung unterzogen wird.

Bin das noch ich?

Ein Bestandteil eines solchen Audits kann u.a. sein, abzugleichen ob die Website noch dem eigenen Stil, Geschmack oder Unternehmenscharakter entspricht. Menschen wachsen aus ihrer Einrichtung heraus: IKEA-Möbel werden irgendwann durch Vintage-Möbel ersetzt, diese wiederum durch Einzelstücke von Designer:innen. Auch Unternehmen wachsen, etwa in neue Märkte hinein oder vom Startup zum etablierten Marktteilnehmer. Im Idealfall spiegelt die Website diese Entwicklungen wider und Leute, die Wohnung oder Website besuchen, wundern sich nicht über deren Einrichtung. Wenn deine Einbaumöbel aber schief stehen, die Farbe von den Wänden bröckelt und deine Besucher:innen fragen, ob ihr nicht lieber doch in das Café um die Ecke wollt, dann ist es Zeit für den Werkzeugkasten!

Vorschlaghammer oder peu à peu?

Im Gegensatz zu früher, als alle paar Jahre mal der Website-Vorschlaghammer hervorgeholt wurde: „Wir brauchen eine neue Website. Jetzt!” und die alte Website auf dem digitalen Mistplatz landete, gibt es heute andere Wege. Nämlich allmählich, peu à peu, in kleineren Schritten Anpassungen und Verbesserungen vornehmen. Giganten wie Facebook oder Amazon machen es vor. Denn nur noch die gravierenden Änderungen fallen uns wirklich auf, aber selbst an diese gewöhnen wir uns mittlerweile schnell. Wir sind es gewohnt, dass Websites sich verändern. Solange sie uns weiterhin zu unseren Zielen bringen, beschweren wir uns nicht weiter (außer in Wien, hier beschweren wir uns über alles!).

Und SCHLAWEANA? Was waren eure Gründe?

Zwei Gedanken haben unser Neubauprojekt begleitet:

  1. Wir wollten unseren Fokus neu setzen:
    Was tun wir? Was haben wir schon getan? Und am wichtigsten: Was könn’ ma in Zukunft gemeinsam mit Kund:innen tun? Deshalb gibt es nun auch einen eigenen Projekt starten-Button in der Menü-Leiste. Wir wollen unsere künftigen Kund:innen nicht mit Blabla und Bahö nerven – Ideen sollen effizient und erfolgreich zu konkreten Plänen werden. Das geht am besten durch persönlichen Kontakt.


  2. Wir haben etwas erkannt:
    Wir sind nicht so aufgeräumt und clean, wie unsere alte Website es suggeriert hat. Wir sind gmiadlich, aber auch kantig, bekennen Farbe und Meinung. Darum haben wir beides mehr herausgestrichen. Unser Orange ist jetzt prominenter, es unterstreicht unsere Botschaften. Und diese sind ebenfalls präsenter, wir scheuen nicht vor großen Sätzen und Meinungen, denn das leben wir als Content Marketing Werkstätte: Große Sätze, die Botschaften vermitteln.


Die Gretchenfrage zum Schluss, ist es nun ein Neubau oder ein Altbau? Typisch wienerisch würden wir es eine Mélange nennen. Unsere neue Website ist ein Neubau, bei dem wir aber die besten Bauelemente des Altbaus erhalten konnten.

Wie steht’s mit deiner Website? Darf’s ein frischer Anstrich sein?

Teilen

Share on linkedin
Share on facebook